August 19

Wie funktioniert eigentlich EMBODIMENT?

tanja Rothkegel

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Kürzlich bin ich gefragt worden, wie denn das Embodiment in meinen Workshops, Trainings und Coachings funktioniert. „Wird da geturnt? Gemeinsam Yoga gemacht?“ Ein ganz klares: NEIN!

In meiner Arbeit geht es um das bewusste körperliche Erleben unbewusster Verhaltensmuster und der inneren Haltung. Es geht um das körperliche Wahrnehmen und Erleben von Emotionen und deren Auswirkungen auf Körperhaltung und Körpersprache. Es geht um das bewusste Wahrnehmen kleinster Impulse im Körper – primär bei sich selbst, aber auch bei anderen. Und vor allem geht es um Präsenz.

Körperliches Feedback auf Gedanken und Emotionen

Unsere Körperhaltung und Körpersprache beeinflusst unsere Kommunikation – mit uns selbst, wie auch mit anderen. In meinen Workshops, Trainings und Coachings schaffe ich ganz einfach Bewusstsein dafür, wie wir sitzen, gehen, stehen und welche Wirkung dies auf unsere Umwelt hat.

Wir können wertschätzend in eine Kommunikation gehen, indem wir ganz bewusst Emotionen in unsere Körperhaltung einfließen lassen: nehme ich mir Zeit, habe ich wirkliches Interesse, bin ich PRÄSENT und ganz bei meinem Gesprächspartner – dann kann ich das über bestimmte körperliche Ausdrucksweisen zeigen. Das setzt jedoch voraus, dass ich Zugang zu ebendiesen Emotionen habe und sie auch körperlich ausdrücken kann.

Um das bewusst zu machen und zu lernen, widmen wir uns vermeintlich banalen Dingen wie beispielsweise der gezielten Wahrnehmung der eigenen Art zu stehen: ist der Stand eher fest verwurzelt oder haltlos; festgewachsen oder beweglich; mit einem bestimmten Schwerpunkt oder ausbalanciert? Wie ist die Körperhaltung: unbeugsam oder flexibel und beweglich; verschlossen oder offen; blockiert oder kann Energie frei fließen?

Sowohl in Einzelübungen wie aber auch in Partnerübungen steht das körperliche Erleben der eigenen inneren Haltung im Fokus. Hierfür nutze ich beispielsweise Holzstäbe, die man noch von früher aus dem Schulsport kennt. Aber auch das gegenseitige Erspüren von innerer Haltung durch einfache Übungen in Anlehnung an Aikido-Bewegungen kommen zum Einsatz. Über einfache Bewegungen und Übungen zur Selbstwahrnehmung setze ich Impulse – und übersetze diese in Verhaltensweisen und Denkmuster.

Funktionsgrundlage für diese Vorgehensweise ist die Reaktion und Anpassungsfähigkeit des Nervensystems auf äußere Impulse und die Art und Weise, wie sie auftreten. Ein wenig thereotischer Input wird natürlich mitgeliefert, doch im Vordergrund steht das Ausprobieren und Reflektieren der eigenen körperlichen Signale und das Entwickeln einer veränderten Körperhaltung und Körpersprache, um dadurch Veränderung in sich selbst wie auch in der Außenwirkung zu erzeugen.


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